Deutschlandfunk: danke DAB+!

Radio

Manche Radiosender sind nur durch DAB+ einem breiten Publikum zugänglich geworden. So zum Beispiel der Sender Deutschlandfunk, der schon seit 1962 von Köln aus als einziger öffentlich-rechtlicher Sender die ganze Bundesrepublik Deutschland bedient. Der Sender nennt sich stolz selbst Das Feuilleton im Radio, eine Bezeichnung die durch die Wochenzeitung DIE ZEIT geprägt wurde. Die Themen reichen von Politik über Zeitgeschehen zu Popkultur. Der Sender war aber lange Zeit nur beim Bildungsbürgertum bekannt, vor allem der junge Sender Deutschlandfunk NOVA war vielen Jugendlichen, die er als Zielgruppe hat, unbekannt. Durch das Aufkommen von DAB und DAB+ hat sich das nun geändert. Vor allem im ländlichen Bereich war der Deutschlandfunk nämlich erst durch die digitale Verbreitung für sein Zielpublikum zugänglich.

Worum geht es beim DLF?
Der Deutschlandfunk hat in erster Linie Redebeiträge, die sich mit Politik und Zeitgeschehen auseinandersetzen. In den Spartensendern Kultur und NOVA spricht der Deutschlandfunk gezielt bestimmte Gruppen an – bei Kultur vor allem Klassik-Liebhaber, aber auch jeden der gerne liest oder sich für eine intellektuelle Auseinandersetzung mit aktueller Popkultur interessiert. NOVA zielt eher auf ein junges Publikum ab, das gerne Pop, Rock und elektronische Musik hört, aber auch ein gewisses Interesse an politischen und kulturellen Themen mitbringt. Der Hauptsender selbst befasst sich vor allem mit politischen Themen und punktet durch die ausgefalle Musikauswahl, die vor allem durch Weltmusik und experimentelle Stücke auffällt und so Musikliebhaber ansprechen soll, die ihren musikalischen Horizont erweitern wollen.

Der Deutschlandfunk ist seit 1994 Teil des Deutschlandradio, hat seine Prinzipien und sein Konzept jedoch nie anpassen müssen. So bleibt der Deutschlandfunk eher eine Art gemäßigtes Deutschlandradio, mit einem leichteren Zugang für den Hörer zu den politischen, kulturellen und aktuellen Themen, die auf der Agenda stehen.